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SPRACHPOLITIK
POLITIQUE
LINGUISTIQUE
LINGVOPOLITIKO
lnternationales Jahr der Sprachen
2008
Presseartikel
Le Temps über F. Grin, 3.10.2008
http://www.unesco.de/jahr-der-sprachen-2008.html?&L=0
http://www.un.org/depts/dhl/dhlf/language
http://www.journee-mondiale.com/textes/21-fevrier-maternelle.php
http://www.swissinfo.org/fre/suisse/detail/Journee_internationa
http://fr.wikipedia.org/wiki/Journ%C3%A9e_internationale_de_la_langue_maternelle
Webseiten
von swissinfo zum Rätoromanischen
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_aussterbender_und_ausgestorbener_Sprachen
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/diskussion_um_lateinobligatorium_an_der_universitaet
http://www.uni-tuebingen.de/kabatek/hispamundo/calldt.pdf
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/hindi_wird_englisch_ueberfluegeln_1.641785.html
Deutsch als
Wissenschaftssprache:
http://www.daad.de/deutschland/deutsch-lernen/warum-deutsch-lernen/00565.de.html
http://www.hochschulverband.de/cms/fileadmin/pdf/resolutionen/wissenschaftssprache.pdf
http://www.7thesenwissenschaftssprache.de/
http://www.ecomed-medizin.de/sj/ufp/Pdf/aId/4490
http://www.gfl-journal.de/1-2000/ehlich.html
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=152799
http://www.goethe.de/wis/fut/thm/de146304.htm
http://www.daad-magazin.de/07180/index.html
http://books.google.de/books?hl=de&id=pMWv4GGfWYkC&dq
http://www.ecomed-medizin.de/sj/ufp/Pdf/aId/5426
http://fisch-blog.blog.de/2007/11/15/rettet_deutsch_als_wissenschaftssprache_~3302564
http://www.zeit.de/1996/30/deutsch.txt.19960719.xml
http://www.duz.de/docs/artikel/m_05_07deutsch_sprache.html
http://www.adk-german-courses.com/adk-die-freundliche-sprachschule
http://books.google.de/books?id=w94R_frperAC&pg=PA251&lp
Das
Deutsche von der Weltsprache zu einer europäischen Sprache unter
vielen
Vielsprachige Helvetier:
Die Schweizer haben die
drittbesten Fremdsprachenkenntnisse in Europa
Die schweizerische Bevölkerung
steht bezüglich Fremdsprachenkenntnisse in Europa an dritter
Stelle hinter Luxemburg und den Niederlanden. Die in der
deutschen und in der italienischen Schweiz lebenden Personen
beherrschen im Schnitt 2,2 Fremdsprachen, die in der Romandie
lebenden Personen 1,7. Das Englische gilt zwar als nützlichste
Fremdsprache, hat für die Schweizer und Schweizerinnen nicht
die Funktion einer "Lingua franca", die ihm oft
zugeschrieben wird. Zu diesen Ergebnissen kommt eine im Rahmen
des Nationalen Forschungsprogramms "Sprachenvielfalt und
Sprachkompetenz in der Schweiz" (NFP 56) erstellte
Studie.
http://www.isw.unibe.ch/lenya/isw/live/forschung/projekt/sprachkompetenzen.html (auch
französisch)
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/goemer_ga_guugle_1.708785.htmlFrühenglisch
und Deutsch im Kindergarten:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/fruehenglisch_ist_zu_spaet_1.708893.html
http://www.heute-online.ch/news/schweiz/deutsch-fuer-die-kleinsten-76759
Leonard Orban rifuzas Esperanton
en EU -
Nova lingvopolitika raporto publikigita
http://www.liberafolio.org/2008/orbanesperanto
http://www.esperantio.net/index.php?id=487
http://ec.europa.eu/education/policies/lang/key/studies_en.html
http://www.lace2007.eu
http://ec.europa.eu/education/policies/lang/languages/eurobarometer06_en.html
Schweiz - Sprachendiskussion
erneut aktuell,
Schweiz bekommt neues Sprachengesetz
Kompromiss bei
Fremdsprachenunterricht
Der Sprachfriede bleibt
gewahrt: Der Nationalrat beharrt nicht darauf, dass die erste
Fremdsprache zwingend eine Landessprache sein muss. Am Ende der
Schulpflicht sollen Schüler aber Kenntnisse mindestens einer
zweiten Landessprache haben.
Links zu Presseartikeln über
die aktuelle Entwicklung
Neue
Zürcher Zeitung, 3.10.2007
Neue
Zürcher Zeitung, 2.10.2007
Neue
Zürcher Zeitung,
2.10.2007
Berner
Zeitung, 27.9.2007
Der
Bund,
27.9.2007
Neue
Zürcher Zeitung,
27.9.2007
Der
Bund,
26.9.2007
Der
Bund,
26.9.2007
Neue
Zürcher Zeitung,
26.9.2007a
Neue
Zürcher Zeitung,
26.9.2007b
Der
Bund,
25.9.2007
SF
Tagesschau, 25.9.2007
swissinfo,
25.9.2007
Der
Bund,
8.9.2007
Neue
Zürcher Zeitung,
7.9.2007enmetis
NZZ
Votum, Partei-Blog SP,
7.9.2007
Tages-Anzeiger,
7.9.2007
Neue
Zürcher Zeitung, 22.6.2007
swissinfo,
19.6.2007
Beiträge über Englisch und Mehrsprachigkeit von swissinfo
Neues
Sprachengesetz: Erste Fremdsprache muss nicht Landessprache sein
Landessprachen
first
An
Schweizer Unis ist Englisch präsenter denn je
Europa
muss nicht Englisch sprechen
François
Grin: Mehr Pflege für die Mehrsprachigkeit der Schweiz
Englisch
ist nur zweite Wahl im Geschäftsleben
Viel-
statt viersprachig
Kampagne
zur Förderung der Sprachenvielfalt
Bundesverwaltung
respektiert Mehrsprachigkeit zu wenig
Artikel
in Babylonia
Anderes
Ist
Englisch gut oder schlecht für die Schweiz?
Das
amtliche Rätoromanisch hat es noch immer schwer
Referendum
gegen Sprachengesetz im Kanton Graubünden
Georges
Lüdi: Sprachenlandschaft in der Schweiz
Die
Herausforderungen einer zeitgemässen Sprachpolitik aus der Sicht
des Kantons Zürich
Ja
zu zwei Fremdsprachen an der Primarschule
Europa
Europäische
Öffentlichkeit und Sprachpolitik
Por
dulingveco ern Europo ( Argumentoj kaj dokumentoj
EUROPA-Sprachenportal
Europäisches
Portfolio der Sprachen
Über
Dolmetscher in Brüssel
Sprachliche
Diskriminierung bei der EU?
Sprachenpolitik
und Sprachkultur - eine Publikation von Peter Lang
Staat
und Sprachen in Europa (Peter Lang)
Europäischer Tag der Sprachen
2007
Art
1 Art
2 Art
3 Art
4 Art
5 Art
6 Art
7 Art
8
Offizielle Websites:
http://www.cilt.org.uk/edl
http://ec.europa.eu/education/policies/lang/awareness/day_de.html
l'Observatoire
«économie langues formation»
Projekt
DYLAN (Lausanne)
Projekt
DYLAN (Basel)
Andere
Länder
Zur
Situation in Norwegen
Neuer
Höhepunkt des Sprachenstreits in Belgien (Nov. 07)
Belgien
im Sprachenkrieg
Belgien:
Sprachstreit blockiert
Schweden/Finnland:
La lingva situacio en Svedio kaj Finnlando
Weitere Ressourcen zum Thema
Links zur
europäischen Sprachpolitik (I)
http://www.sprachpolitik.de/sprachpolitikeu.html
Links zur
europäischen Sprachpolitik (II)
http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/rom2/sprachpolitik Europäische
Charta der Regional- oder Minderheitensprachen
http://conventions.coe.int/Treaty
Europalinks
Sprachen
http://www.sprachen.ac.at/bereiche_all.php#9
Eurolang-Portal
http://www.eurolang.net
Europäische
Sprachkarte
http://www.eurolang.net/index.php?option=com_content&task=view
Informationen
und Dokumente zur Sprachpolitik in Frankreich
http://www.sprachpolitik.de/default.htm
Informationen
und Dokumente zur Sprachpolitik in Spanien
http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/rom2/sprachpolitik
Institut für
Deutsche Sprache
http://www.ids-mannheim.de/aktuell/sprachpolitik Sprachpolitik
in der Schweiz (I)
http://edkwww.unibe.ch Sprachpolitik
in der Schweiz / BA für Kultur
(II)
http://www.kultur-schweiz.admin.ch/kultges/d/h_sprapoli.htm Sprachenkonzept
Schweiz
http://www.romsem.unibas.ch/sprachenkonzept Am
Anfang einer neuen Ära der Sprachpolitik?
http://www.spsr.ch/Debates/LPPS/Articles/3.htm Debatten
Sprachpolitik und Bildung
http://www.spsr.ch/Debates/LPPS/Articles/10.htm Sprachpolitische
Perspektiven in der Schweiz
http://www.spsr.ch/Debates/LPPS/LPPS4.pdf Die
Minderheiten brauchen ein Mindestmass an Reziprozität. Gedanken
zu einer mehrsprachigen und multikulturellen Schweiz
http://www.spsr.ch/Debates/LPPS/Articles/6.htm Sprachpolitik
in Belgien
http://tiss.zdv.uni-tuebingen.de/webroot Politique
linguistique en Belgique
http://www.tlfq.ulaval.ca/axl/europe/belgiqueetat_pol-lng.htm Sprachplanung
in Irland
http://www.seanoriain.eu/Media/Sprachplanung%20in%20Irland.pdf Interview
über Irisch und Walisisch
http://www.seanoriain.eu/Media/Interview Sprachpolitik
in Belgien - ein Modell für Europa?
http://tiss.zdv.uni-tuebingen.de/webroot/zr Sprachpolitik
in Israel
http://www.biu.ac.il/hu/lprc/home/fog0000000008.html
http://www.biu.ac.il/hu/lprc/home/index.html Ressourcen
auf zwei italienischen Websites
http://www.disvastigo.it
http://www.allarmelingua.it Bibliographie
zur feministischen Sprachkritik und Sprachpolitik
http://www.schneid9.de/feministisch.html Bibliographie
zur Sprachpolitik
http://www.daf.uni-mainz.de/Bibliographien/bibspol.htm Sprachenvielfalt
auf dem afrikanischen Kontinent
http://www.bpb.de/publikationen Minderheitssprachen
bei Euromosaic
http://www.uoc.edu/euromosaic/web/homean/index1.html Ein
Plädoyer für Mehrsprachigkeit in Europa
http://www.welt.de/daten/2001/11/27/1127ku298399.htx ZEIT-Artikel
zur europäischen Sprachpolitik
http://www.zeit.de/archiv/2001/33/200133_goethe.xml Für
ein vielsprachiges Europa und gegen die Monokultur des
Englischen
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1154/1.html Europäischer
Tag der Sprachen
http://www.edimuster.ch/sprache/europa.htm Liste
von Sprachen in Europa
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Sprachen_in_Europa Romanische
Sprachen in Europa
http://www.hgklein.de/romsem/propaedeutikum Slawische
Sprachen in Europa
http://www.hgklein.de/romsem/propaedeutikum Sprachen
und Schriften
http://www.omniglot.com/writing/languages.htm Secrétariat
à la politique linguistique du Québec
http://www.spl.gouv.qc.ca Déclaration
universelle de droits linguistiques
http://www.spl.gouv.qc.ca
anderes
Dokument Universala
Deklaracio pri la Lingvaj Rajtoj
http://www.esperantio.net/deklaracio.php Globalisierung
und europäischer Fremdsprachenunterricht
http://esperantic.org/librejo/dbstudoj/07_MATTUSCH.htm Language
Problems and Language Planning
http://www.benjamins.com/cgi-bin/t_seriesview.cgi?series=Lplp Language
Policy (Wikipedia)
http://en.wikipedia.org/wiki/Language_policy
http://de.wikipedia.org/wiki/Sprachpolitik Claude
Piron: English as the first foreign language in Swiss schools:
realism or crawling?
http://www.esperanto.org.nz/crawling.html Online-Ressourcen
zur Sprachsituation und Sprachpolitik weltweit
http://links-guide.ru/sprachen/sprachpolitik.html Tekstoj
kaj prelegoj de François Grin
http://www.unige.ch/eti/recherches/groupes/elf/publications/publications
http://www.unige.ch/eti/elf/news_pub.html
L’enseignement
des langues étrangères comme politique publique
. Rapport au Haut Conseil de l’évaluation de l’école (n°
19), Ministère de l’éducation nationale, Paris (2005)
(avec
D. Gorter, J. Hegmann, T. Moring, D. Ó Riagáin) Support for
Minority Languages in the European Union: Analytical Framework
and Strategic Options for Community Action
. Rapport à la Direction Générale « EAC », Commission Européenne,
Bruxelles. Denglisch
statt Deutsch - Zur Veränderung des Sprachverhaltens in
Deutschland
http://www.uni-mannheim.de/fkks/MaMomi16-NET-Denglisch.pdf Abstimmung
im Kanton Zürich vom 26. November 2006
http://www.nzz.ch/2006/11/04/zh/kommentarEMPYE.html
Europäische
Sprachenpolitik:
EUROPA
WILL ESPERANTO NICHT Mitteilung
zum Thema Mehrsprachigkeit in der Europäischen Union Ausgehend
vom Fundament der Idee der „Einheit in Vielfalt“ verabschiedete
die Europäische Kommission unter dem Motto: „Je mehr Sprachen du
sprichst, desto mehr bist du Mensch.“ am 22. November 2005 ihre
allererste Mitteilung zum Thema Mehrsprachigkeit. Das Dokument
beleuchtet die verschiedenen Facetten der Sprachenpolitik, steckt
den Rahmen für eine neue Strategie der Mehrsprachigkeit ab und
unterbreitet Vorschläge für gezielte Massnahmen. Dazu gehören die
Förderung des Sprachenlernens und der Sprachenvielfalt in der
Gesellschaft, die Förderung einer gesunden, multilingualen
Wirtschaft und den Zugang der Bürger/innen zu den
Rechtsvorschriften, Verfahren und Informationen der Europäischen
Union in ihrer eigenen Sprache. Im Kapitel „Eine multilinguale
Gesellschaft“ wird dem Einsatz von künstlichen Sprachen (wohl dürfte
auch Esperanto gemeint sein) eine explizite Absage erteilt: „Das
Verstehen anderer Kulturen wurzelt im Erlernen der entsprechenden
Sprachen, die Ausdruck dieser Kulturen sind. Daher fördert die
Kommission die Verwendung künstlicher Sprachen nicht, die per
definitionem keine kulturellen Bezüge haben.“ Links
dazu:
http://europa.eu.int/languages
(Ĉefa paĝo de la
lingvoportalo de EU)
http://europa.eu.int/languages/de/home
(germanlingva Ĉefa paĝo)
http://europa.eu.int/languages/fr/home
(franclingva
Ĉefa paĝo)
http://europa.eu.int/languages/it/home
(italllingva Ĉefa paĝo)
http://europa.eu.int/languages/en/home
(anglalingva
Ĉefa paĝo)
Dokumento
"Komuniko pri la plurlingveco" de la 22a de
novembro 2005
en diversaj lingvoj:
http://europa.eu.int/languages/de/document/74 Artikoloj
en Libera Folio
http://www.liberafolio.org/2005/Agado/eumultlingveco
http://www.liberafolio.org/2006/eulingvorespondo2 Pri
la temo multlingveco en EU
http://europa.eu.int/languages/de/chapter/5
(germanlingva
Ĉefa paĝo)
http://europa.eu.int/languages/fr/chapter/5
(franclingva
Ĉefa paĝo)
http://europa.eu.int/languages/it/chapter/5
(italllingva
Ĉefa paĝo)
http://europa.eu.int/languages/en/chapter/5
(anglalingva
Ĉefa paĝo)
http://call.tu-dresden.de/lingua/links.htm Ilona
Koutny: Interkultura komunikado en Europo: la angla kaj esperanto
kiel alternativaj komunikiloj
http://www.staff.amu.edu.pl/~interl/artikoloj Umzug
ins Englische. Über die Globalisierung des Englischen in den
Wissenschaften. (J. Trabant)
http://web.fu-berlin.de/phin/phin13/p13t5.htm Anfrage
im Sommer 2005 Bei
Ihrer schriftlichen Anfrage an die Europäische Kommission zum Thema
„Stand und Entwicklung der Vielsprachigkeit und Sprachenpolitik in
Europa und Perspektiven für das Weiterbestehen der europäischen
Sprachen“ im Juli 2005, erhielten zwei Vertreter der Italienischen
Radikalen Partei und EU-Parlamentsabgeordnete, Marco Pannella und
Emma Bonino, im September 2005 vom Slowaken Ján
Figel', dem zuständigen
Mitglied
der Europäischen Kommission für allgemeine und berufliche Bildung,
Kultur und Multilingualismus, bezüglich Esperanto eine für
Esperantisten eher enttäuschende Antwort. Nach der Meinung Figel's
würde eine Monopolsprache wie Esperanto – dies also die
Auffassung des Kommissars – dem Reichtum und der
Verschiedenartigkeit der EU-Bürger keinen Nutzen erbringen. Auf
ihrem WWW-Auftritt preist die Europäische Union die
Mehrsprachigkeit als „eine der zentralen Werte Europas“. Begründet
wird dies insofern, „wie
Sprachenlernen die Menschen in die Lage versetzt, ihr Leben zu
bereichern, neue Erfahrungen zu sammeln, ihr Gedächtnis zu
trainieren und von der kulturellen Vielfalt Europas zu profitieren.
Des Weiteren soll vermittelt werden, wie leicht alle Menschen
Sprachen lernen können, wie sehr es ihre Karrierechancen verbessern
kann und wie es, wenn früh damit begonnen wird, Kindern hilft, ihre
sozialen Fähigkeiten auszubauen – ein Schatz, von dem sie ein
Leben lang profitieren.“ Seit der Einführung eines Europäischen
Jahres der Sprachen 2001 findet der „Europäische Tag der
Sprachen“ alljährlich am 26. September statt. Ziel sei es, der Öffentlichkeit
die Bedeutung des Sprachenlernens sowie die Vielzahl der Sprachen in
Europa bewusst zu machen und das lebenslange Lernen zu fördern. Ein
entsprechender Aktionsplan der Europäischen Kommission für
Sprachenlernen und Sprachenvielfalt, in der Massnahmen zur Förderung
der sprachlichen Vielfalt und des Sprachenlernens empfohlen wurden,
wurde vom Europäischen Parlament am 13. Dezember 2001 angenommen.
Und am 14. Februar 2002 genehmigte der Rat (Bildung und Jugend) eine
Entschliessung, in der er die Europäische Kommission ersuchte,
Vorschläge für Massnahmen zur Förderung der sprachlichen Vielfalt
und des Sprachenlernens zu unterbreiten.
Interessante
Links:
http://www.liberafolio.org/Agado/figelrespondo
http://europa.eu.int/comm/education/policies/lang/languages_de.html
http://www.europarl.eu.int/members
http://www.la-politica.net/partiti/pannella.htm
http://www.emmabonino.it
http://www.europarl.eu.int/members/expert/groupAndCountry
http://www.radicalparty.org/emma
http://www.tribunadelmediterraneo.com/curr.php3?indice=34
http://www.emmaforeurope.it
http://europa.eu.int/comm/archives/1995-99/commissioners/nl/bonino.htm
http://www.radicali.it
Englisch
in der Schweiz:
Die erste Fremdsprache soll eine
Landessprache sein
Kalte Dusche für
progressive Kantone
Die
Schweizer Schulkinder sollen als erste Fremdsprache eine
Landessprache lernen. Dafür spricht sich die verantwortliche
Nationalratskommission aus. Allerdings sollen am Ende der Schulzeit
alle Kenntnisse von mindestens zwei Fremdsprachen haben.
(sda 5. Juli 2006) Die
erste in der Schule unterrichtete Fremdsprache soll eine
Landessprache sein. Daran hält die Nationalratskommission für
Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) mit 12 zu 10 Stimmen bei 1
Enthaltung fest. Die WBK hat die Beratungen über das Sprachengesetz
abgeschlossen und die Vorlage mit 15 zu 6 Stimmen verabschiedet, wie
die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Entgegen der ursprünglichen
Absicht kann das Geschäft aber vom Plenum in der Herbstsession im bündnerischen
Flims noch nicht behandelt werden.
Mit dem Entscheid zur
ersten Fremdsprache widersetzt sich die WBK jenen Deutschschweizer
Kantonen, die dem Englischen den Vortritt vor dem Französischen
geben. Die Minderheit plädiert für Wahlfreiheit. Am Ende der
Schulzeit sollen die Schülerinnen und Schüler aber Kenntnisse in
mindestens zwei Fremdsprachen haben, von denen mindestens eine eine
zweite Landessprache sein muss.
Das Sprachengesetz soll
den Gebrauch der Amtssprachen regeln, Verständigung und Austausch fördern
und die mehrsprachigen Kantone bei ihren besonderen Aufgaben unterstützen.
Es will die Viersprachigkeit als Wesensmerkmal der Schweiz stärken.
Das Italienische und das Rätoromanische sollen als Landessprachen
erhalten werden.
Der Bundesrat hatte das
bereits beschlussreife Sprachengesetz im April 2004 aus Spargründen
zurückgezogen. Auf Grund einer parlamentarischen Initiative von
Christian Levrat (sp., Freiburg) nahm die WBK des Nationalrates dann
aber die Arbeiten wieder auf. Bevor der Nationalrat die Vorlage
behandeln kann, muss der Bundesrat noch Stellung nehmen.
ÜBERRASCHENDE
ERGEBNISSE
In 60 Prozent der Betriebe in der Schweiz wird Englisch nie
oder nur selten geschrieben und in rund der Hälfte der
Unternehmen nie oder selten gesprochen.
Zu diesem Überraschenden Ergebnis kommt die erste repräsentative
Untersuchung über den Gebrauch von Fremdsprachen bei
Unternehmen. Dafür hat die Fachhochschule Nordwestschweiz
2000 Betriebe und deren Mitarbeiter gefragt, wie und wann
sie welche Fremdsprachen im Berufsalltag verwenden.
Das Resultat beweise, dass trotz zunehmender Globalisierung
die Landessprachen für die Schweizer Wirtschaft wichtiger
seien als Englisch, sagte der Leiter der Studie, Markus
Andres, gegenüber der "NZZ am Sonntag".
"80 Prozent unserer Firmen sind kleine und mittelgrosse
Unternehmen. Sie stehen im täglichen Kontakt mit Betrieben
und Kunden in anderen Landesteilen, Italien, Deutschland, Österreich
oder Frankreich, und nicht mit dem Broker in New York",
so Andres weiter.
Italienisch bedroht
Die Hälfte der Betriebe aus der Romandie und fast 70% aus
der italienischsprachigen Schweiz verwenden Deutsch
mindestens einmal in der Woche. In der Deutschschweiz liegen
Englisch und Französisch fast gleich auf: rund 40% der
Betriebe brauchen die beiden Sprachen regelmässig.
Die Studie kommt zudem zum Schluss, dass die
italienischsprachige Schweiz befürchten müsse, dass ihre
Sprache gegenüber dem Englisch an Bedeutung verliert.
Lediglich ein Viertel der deutschsprachigen Betriebe und
jedes siebte Unternehmen in der Romandie sprechen wöchentlich
Italienisch. Dagegen wird in 70% der italienischsprachigen
Konzerne wöchentlich oder öfter Deutsch und in der Hälfte
der Betriebe Französisch gesprochen.
Sprechhemmungen
Dem Sprachunterricht an Schweizer Schulen gaben die
befragten Arbeitnehmenden schlechte Noten. Trotz der vielen
Jahre Unterricht hielten 41% sie ihre
Fremdsprachenkenntnisse für ungenügend. Viele trauten sich
kaum zu, in einer anderen Landessprache ein Bier zu
bestellen, sagte Andres der "NZZ am Sonntag"
weiter.
Gleichzeitig schätzten 87% der Befragten gute
Sprachkenntnisse im Berufsleben als unerlässlich ein. Zwei
Drittel von ihnen wären bereit, sich weiterzubilden. In 61%
der Betriebe erhalten sie dabei jedoch keine Unterstützung.
Uneinigkeit über erste Fremdsprache
Bei der Frage, ob an den Schweizer Schulen zuerst Englisch
oder eine zweite Landessprache unterrichtet werden solle
sind sich die verschiedenen Sprachregionen nicht einig.
Für Englisch als erste Fremdsprache sprachen sich 53% der
Deutschschweizer Unternehmen aus. Eine andere Landessprache
dagegen zogen 80% der italienischsprachigen und 55% der
Betriebe in der Romandie vor.
Obwohl die Mitarbeitenden ihre Sprachkenntnisse als ungenügend
erachten, gab es in nur jedem siebten Unternehmen Probleme
wegen Fremdsprachen.
Die Unternehmen klagten vor allem über die Verlangsamung
von internen Arbeitsprozessen und über Missverständnisse,
die zu Konflikten geführt hätten.
Daraus zog Markus Andres den Schluss, dass mit einer
gezielten Förderung der Fremdsprachenkompetenz von
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern viel Geld gespart werden
könnte.
swissinfo und Agenturen
Links:
http://www.swissinfo.org
http://www.bfs.admin.ch
http://www.fhso.ch
Kommentar
der NZZ am Sonntag vom 23. Oktober 2005
Englisch ist zweitrangig
Schweizer Firmen fordern von ihren
Mitarbeitern möglichst gute Kenntnisse von
Fremdsprachen. Nur unterstützen wollen sie dabei ihre
Angestellten nicht
Zum ersten Mal zeigt eine
repräsentative Studie, welche Fremdsprachen in den
Schweizer Betrieben wirklich verwendet werden. Der
Befund ist brisant: Über die Hälfte der Betriebe
braucht Englisch nie oder sehr selten.
Charlotte Jacquemart
Die Schweiz sei viersprachig, die
Schweizer aber seien es nicht. Peter Bichsels Bonmot ist
nur einer von vielen Schlüssen, welche sich aus der
ersten je durchgeführten, repräsentativen Studie zum
Gebrauch von Fremdsprachen in Schweizer Betrieben ziehen
lassen. Die Abteilung Wirtschaft der Fachhochschule
Nordwestschweiz hat über 2000 Firmen und ihre
Mitarbeiter darüber befragt, welche Fremdsprachen im
beruflichen Alltag wann und wie eingesetzt werden.
Eine zweite Erkenntnis: Anstatt ihre
Kinder ins Frühenglisch zu schicken, täten die Eltern
gut daran, auch Frühdeutsch und Frühfranzösisch für
ihre Sprösslinge in Betracht zu ziehen. In Schweizer
Unternehmen wird im Alltag Deutsch als Fremdsprache nämlich
häufiger verwendet als Englisch und Französisch fast
gleich oft wie die Weltsprache Englisch - in der mündlichen
Kommunikation ist Französisch sogar wichtiger (siehe
Grafik).
Die Studie zeigt noch andere brisante
Dinge auf und dürfte nicht nur unter Sprachpolitikern
Diskussionen auslösen: So wird in etwa der Hälfte der
Betriebe Englisch nie oder nur sehr selten mündlich
gebraucht. Über 60% aller Firmen mit mindestens fünf
Mitarbeitern gebrauchen Englisch schriftlich nie oder
sehr selten.
Für den Projektleiter Markus Andres
beweist dieses Resultat, dass trotz Globalisierung die
einheimischen Sprachen für die Schweizer Wirtschaft
wichtiger sind als das vielgepriesene Englisch. «80%
unserer Firmen sind KMU. Sie stehen im täglichen
Kontakt mit Betrieben und Kunden in anderen
Landesteilen, Italien, Deutschland, Österreich oder
Frankreich und nicht mit dem Broker in New York.»
Im Gebrauch der Fremdsprachen im Geschäftsleben
gibt es eine eindeutige Hierarchie. Die Deutschschweizer
profitieren dabei von einem «Bequemlichkeitsbonus».
Sie müssen im Geschäftsalltag weniger häufig Französisch
hervorkramen, als die Romands damit konfrontiert sind,
dass am anderen Ende des Telefons nur Deutsch verstanden
wird. Am schlimmsten trifft es die Tessiner: Während
die Deutschschweizer in 68% aller Fälle auf einen
Tessiner treffen, mit dem sie sich auf Deutsch
unterhalten können (bei den Romands sind es 50%), reden
die Tessiner selbst nur mit jedem vierten
Deutschsprachigen italienisch.
Träge Deutschschweizer
Auch zwischen dem Tessin und der Romandie
sind die Rollen klar verteilt: Wollen Tessiner im französischen
Landesteil Geld verdienen, tun sie dies zu 47% auf Französisch,
während die Romands nur in 14% aller Fälle Italienisch
benötigen, um klarzukommen. Für die
italienischsprachige Schweiz - und in geringerem Ausmass
auch für die französischsprachige - bedeutet der
Befund, dass sie sich nicht darauf beschränken kann,
Englisch zu lernen, ohne recht schnell an
Kommunikationsgrenzen zu stossen.
Ein schlechtes Zeugnis stellen die
befragten Mitarbeiter dem Fremdsprachenunterricht in den
Schulen aus: «Über die Hälfte der befragten
Arbeitnehmer sind unzufrieden mit dem, was die Schule
ihnen an Fremdsprachenkompetenz in den Rucksack gelegt
hat», fasst Markus Andres zusammen. Viele trauten sich
kaum zu, in einer anderen Landessprache ein Bier zu
bestellen, geschweige denn mit einer Frau in Südfrankreich
zu flirten. Dies selbst nach vielen Jahren
Fremdsprachenunterricht. Gleichzeitig halten 87% der
Mitarbeitenden solide Fremdsprachenkenntnisse für das
Berufsleben für unerlässlich. Mündliche Kenntnisse
werden dabei wichtiger eingestuft als schriftliche.
Viele Arbeitnehmer erkennen ihr Manko auf
dem Gebiet Fremdsprachen wie auch die Tatsache, dass die
Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen in Zukunft noch
zunehmen wird. Zwei Drittel aller Arbeitnehmer wären
denn auch bereit, Weiterbildungskurse zu besuchen. Nur:
Die Firmen unterstützen die Angestellten darin kaum
(siehe Grafik). Während 61% der Unternehmen ihren
Mitarbeitern überhaupt nicht unter die Arme greifen,
sind nur 25% bereit, einen finanziellen Beitrag an eine
sprachliche Weiterbildung zu leisten, und lediglich 20%
gewähren eine zeitliche Unterstützung.
Das hält der Projektleiter für paradox,
weil ein weiterer Befund der Studie zeigt, dass «die
Firmen von den Angestellten auf allen Hierarchiestufen
Fremdsprachenkenntnisse fordern. Dafür aufkommen wollen
sie aber offenbar nicht.» Für Andres ist das
verheerend: «Sprachen müssen dauernd aufgefrischt
werden, weil ihre Halbwertszeit kurz ist.» Mit ihrer
Knausrigkeit verlieren die Arbeitgeber somit wertvolles
Know-how.
Wettbewerbsvorteil
Wo Fremdsprachen Probleme bereiten,
ergeben sich in jedem siebten Betrieb grobe
Schwierigkeiten. Kleine Probleme allerdings treten bei
jeder dritten Firma auf. Weitaus am meisten führen
mangelnde Fremdsprachenkenntnisse dazu, dass sich die
internen Arbeitsprozesse verlangsamen oder Konflikte
unter Mitarbeitern entstehen. Am häufigsten ist dies im
Gesundheits- und Sozialwesen der Fall (15% der
Betriebe), gefolgt von öffentlichen Verwaltungen (12%).
Andres ist sich sicher: «Würde man die
Fremdsprachenkompetenz der Mitarbeiter gezielt
verbessern, liesse sich viel Geld sparen.»
Je nach Branche haben Fremdsprachen eine
etwas andere Bedeutung. «Wer im Handel keine
Fremdsprachen beherrscht, verliert Geschäfte», weiss
Ruedi Baumgartner von Kuratle & Jaecker, einer
grossen Handelsfirma, die an der Studie teilgenommen
hat. Das Fachwissen von Mitarbeitern könne noch so
gross sein, meint Baumgartner. «Wenn sie ihr Know-how
nicht auch in einer fremden Sprache anpreisen können, nützt
alles nichts.»
Die Studie der Fachhochschule
Nordwestschweiz ist in allen Landesteilen auf viel
positives Echo gestossen. So meint ein Geschäftsleiter
eines grösseren Betriebes aus Faido: «Es hat uns überrascht
und gefreut, dass eine Institution aus der
Deutschschweiz das Thema aufgreift.»
Falsche Signale
ausgesendet
Charles Bélaz, seit 1998
Generaldirektor von Manpower Schweiz, sagte in einem
am 16. Januar 2006 in der NZZ veröffentlichten Interview:
Wir haben falsche Signale
ausgesendet, indem wir
Englisch zur wichtigsten Fremdsprache erklärt haben. Englisch
ist zwar sehr wichtig, doch es braucht nicht viel Druck, damit
die Leute Englisch lernen. Deutsch und Französisch bleiben
hingegen eine Pflichtübung. Wir spüren, dass es immer
schwieriger wird, Arbeitnehmer mit guten in Deutsch-
beziehungsweise Französischkenntnissen zu finden. Doch diese
beiden Sprachen bleiben in der Schweiz am wichtigsten.
zum
Interview
Kommentar DER STANDARD
(Österreich):
Englisch als
mögliche Verkehrssprache innerhalb der Schweiz
Sprachwissenschafter Dürmüller: "Die Schweizer
Idee von sprachlicher Gleichberechtigung hat nie
funktioniert" Englisch habe gute Chancen zur Verständigungssprache
in der viersprachigen Schweiz zu werden - und das hätte
nicht nur Nachteile, meint der Sprachwissenschafter Urs
Dürmüller von der Universität Bern. "Die
Schweizer Idee von sprachlicher Gleichberechtigung hat
nie funktioniert", sagte er in einem Interview mit
der Schweizerischen Depeschenagentur. Von den
Minderheiten werde seit jeher mehr verlangt: "So müssen
Tessiner französisch und deutsch sprechen,
Deutschschweizer jedoch kommen mit Mundart und Deutsch
durch."
Dies würde sich ändern, wenn Englisch die eidgenössische
Verständigungssprache wäre. "Alle müssten sich
gleich viel anpassen". Dürmüller bezeichnet - wie
die Bundesämter Swissmint und Swisstopo - Englisch
deshalb als "innenpolitisch neutral". Ein
weiterer Vorteil einer Verständigungssprache Englisch wäre:
"Alle lernen gerne Englisch, in allen
Sprachgruppen." Englisch werde in kürzerer Zeit
besser gelernt als Französisch oder Deutsch. Das liege
aber nicht daran, dass Englisch einfacher wäre.
"Die Motivation ist einfach größer."
Widerwilliges Erlernen der Nachbarsprache
Die Bereitschaft, eine zweite Landessprache zu
lernen, sei immer schon gering gewesen. Dies hat nach
Ansicht Dürmüllers verschiedene Gründe. "Die
Romands und die Tessiner etwa haben das Problem, dass
sie in der Schule Standarddeutsch lernen, in der
Deutschschweiz aber Dialekt gesprochen wird."
Generell gebe es zu wenig Interesse für die anderen
Landesteile. Dieses Interesse könnte allerdings noch
mehr schwinden, falls Englisch zur Verständigungssprache
würde. "Nur wer die Sprache des Anderen versteht
und spricht, hat einen direkten Zugang zu seiner
Kultur." So gesehen wäre ein Verständigungssprache
Englich ein Nachteil, gibt Dürmüller zu. "Aber
eigentlich ist es egal, was theoretisch dafür und was
dagegen spricht." Letztlich könne niemand
verordnen, wie die Leute miteinander reden sollen.
"Der Trend zum Englischen scheint unaufhaltbar zu
sein."(APA/sda)
Gegen Englisch als erste Fremdsprache
Nationalratskommission
macht sich für Landessprachen stark
Bund
und Kantone sollen sich dafür einsetzen, dass Schülerinnen
und Schüler als erste Fremdsprache eine der Landessprachen
– und nicht Englisch –erlernen. Mit 17 zu 3 Stimmen bei 1
Enthaltung hat dies die Nationalratskommission in ihren
Entwurf für ein Sprachengesetz geschrieben.
(sda) Mit ihrem
Entscheid, dem sie laut einem Communiqué «eine ganz
besondere staatspolitische Bedeutung» beimisst, greift die
Bildungskommission (WBK) in den Streit um den Sprachunterricht
ein. Sie fällt den zahlreichen Deutschschweizer Kantonen in
den Arm, die dem Englischen den Vortritt vor dem Französischen
geben.
Auch Rätoromanisch
in den Räten
Einstimmig hielt
die WBK fest, dass sich ein Ratsmitglied «in einer
Landessprache seiner Wahl» äussern kann - das heisst nicht
nur in den drei Amtssprachen, sondern auch auf Rätoromanisch.
Zu aufwendig erscheint es ihr dagegen, alle Unterlagen für Räte
und Kommissionen generell (statt nur in der Regel) auf
Deutsch, Französisch und Italienisch zu verlangen.
Der Bundesrat hatte
das bereits beschlussreife Sprachengesetz im April 2004 aus
Spargründen zurückgezogen. Das Projekt liegt aber wieder auf
dem Tisch des Parlaments, nachdem die WBK eine Initiative von
Christian Levrat (sp./ FR) aufgenommen und von der
Schwesterkommission grünes Licht zur Ausarbeitung einer
Vorlage erhalten hat.
Finanzen kein
Hinderungsgrund
Laut Mitteilung der
Parlamentsdienste vom Freitag wurden auch in der
Nationalratskommission finanzpolitische Bedenken laut. Die WBK
gab aber der Optik einer «sprachenpolitischen Vorbildfunktion»
den Vorrang: Mit 16 zu 2 Stimmen bei 3 Enthaltungen lehnte sie
einen Antrag ab, den Beschluss zur Ausarbeitung einer Vorlage
durch den Nationalrat aufheben zu lassen. Die Kommission wird
die Arbeit am Sprachengesetz im November fortsetzen.
9.
September 2005
Der
aufhaltsame Aufstieg des Englischen
Bundesrat
will
kein Sprachengesetz
Englisch
in der Schweiz (Forschungsbericht)
Frühenglisch
in der Schweiz
Sprachen in der
Schweiz
Verzögerung
beim Sprachengesetz
François Grin, professeur à
l'Université de Genève:
Anglais, «la
mauvaise solution»
Dans un
interview au
sujet de l'enseignement des langues et dépenses, sur le coût, François Grin, professeur à l'Université de Genève,
qui conseille la France pour sa politique en matière de langues,
quant à l'enseignement des langues en Europe, explore trois scénarios: celui de l'anglais dominant, celui du plurilinguisme et celui
de l'espéranto. Selon Gris, l'espéranto offre la solution idéale:
"la moins chère,
notamment parce qu'on dépenserait moins pour apprendre une
langue infiniment plus facile que l'anglais".
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